2014.08.18: WER MACHTE IS (Islamischer Staat) bzw. ISIS (Irak und Syrien) GROSS?

—– Original Message —–

From: Jürgen Kremser

To: Claudius v.d.Bach-Zelewski

Cc: Heiner

Sent: Wednesday, August 13, 2014 7:22 PM

Subject: Warum kennt sich die ISIS so gut mit den Waffen aus?

13.08.2014

Die ganze Zeit habe ich mich gewundert, dass die ISIS-Fanatiker so schnell die von der irakischen Armee erbeuteten Waffen gegen die Peshmerga (“Die dem Tod ins Auge Sehenden”) einsetzen konnten.  Da benötigt man doch eine gewisse Expertise.

Heute Nacht habe ich bei RT.COM gelesen:

http://rt.com/op-edge/179716-why-obama-bomb-caliph/

“The same erstwhile ISIS that thoroughly enjoyed the marvels of US military training in a secret base in Jordan.”

“Dieselben vormaligen ISIS erfreuten sich gründlich des militärischen US-Trainings der Wunderwerke in einer heimlichen (Waffen-)Basis in Jordanien.”

Die Amis haben also (wie in Afghanistan) Terroristen ausgebildet aufgrund kurzfristiger geopolitischer Interessen, die sich dann gegen sie wandten.  Dass dabei die letzten christlichen Gemeinden der chaldäischen und syrisch-orthodoxen Christen vernichtet werden, war ihnen sowas von scheißegal.  Damit sind die USA ganz klar kein christliches Land, allen dortigen fundamentalistischen Idioten zum Trotz.  Selbst das atheistische Frankreich erkennt seine von Alters her, d. h. im osmanischen Reich,  bestehende Verpflichtung an, die Christen des Orients zu vertreten und zu schützen.

##################

—– Original Message —–

Sent: Wednesday, August 13, 2014 11:16 PM
Subject: Aw: Warum kennt sich die ISIS so gut mit den Waffen aus?
Lieber Herr Kremser,
Daß die “ISIS/ISL” eine Schöpfung der USA- (gemeint sicher: USraelischen) Geheimdienste ist, war unlängst noch auf “Wikipedia” unter dem Stichworteintrag zu lesen.
Ebenso wurde vielfach über die Ausbilung des “Widerstandes” in Jordanien berichtet (aus Sicht der Haschemiten selbstmörderisch – deren Servilität ggü. den Garantiemächten scheint selbst das Speichelleckertum hiesiger Politzwerge noch zu übertreffen – andererseits entsinne ich mich einer gezielt haschemitenkritischen Berichterstattung so um den Jahresbeginn 2012 herum, regelmäßig in Ihrem “Diabolos”-Funk (“DF”). Irgendwann war es dann damit vorbei – vielleicht, als der König einwilligte, diese USraelischen Terroristen auf jordanischem Territorium ausbilden zu lassen).
Ich denke aber nicht, daß die Masse der “ISIL”-Terroristen (das ist von der arabischen Straße rekrutiertes Pack) derart ausgeildet wurde – das wird ein Privileg der Führungskader sein, und die Ausbildung dürfte vorrangig an ex-sowjetischen oder russischen Waffen infanteristisch sein, mit dem Schwerpunkt auf dem Häuserkampf in Städten und der Panzerabwehr.
Daß durch die Instruktoren auch in die Bedienung erbeuteter Panzer eingewiesen wird, ist naheliegend, zumal die ältere, sowjetische Panzertechnik – mit einigen Einschränkungen für den T-72 – technisch recht simpel gestrickt und dementsprechend einfach zu bedienen ist.
Auf dem Filmmaterial, daß ich bisher zur “ISIS/ISIL” sah, fiel mir auf, daß eben, neben den modernen “Pick-Ups” westlicher (japanischer) Herkunft – die freilich keinen Angriff eines gut ausgebildeten und gepanzerten Feindes überleben werden, vgl. Georgien – und einigen “Humvees” ausschließlich dieses ex-sowjetische Material mit Sicherheit aus Beständen der irkaischen Armee (das enthüllen Details wie die Tarnfarben oder die recht rudimentäre Feuerleittechnik der Panzer, letztere findet sich an den sowjetischen/russischen Typen fast immer nachgerüstet am Panzer selbst und nicht in diesem integriert)  zu sehen ist: Kpz T 62, 122mm Panzerhaubitze 2S1, Schützenpanzer BMP etc..
Zudem befinden sich aktuell dank USraerlischer Bestechungen wohl etliche tausend sunnitischer, irakischer Soldaten und auch [sunnitische] hohe Offiziere der irakischen Armee in den Reihen “ISIL”/”ISIS”, die an diesem Material ausgebildet wurden (s. gleich).

Mein Verwandter berichtete, daß die “ISIS/ISIL” (bzw. deren ebenso terroristische Vorgängerorganisationen – es waren mehrere – mit mir nicht erinnerlichen, arabischen Namen) durch die Zersplitterung des syrischen “Widerstandes” (maßgeblich das Werk des syrischen Geheimdienstes)  von den Regierungstruppen (Assad) “aufgemischt” worden sein.
Da der US-Präsident (bzw. dessen “Sicherheitsberater”) aber gerade auf  diese, wie man so sagt, AQ-affiliierten Gruppen nach wie vor ihre Umsturzstrategie gegen Assad stützten (diese wurde trotz oder auch gerade wegen des überraschenden [russischen] Chemiewaffen-”Deals” letzten September nicht aufgegeben), zog man die Gruppen vorübergehend aus Syrien in den Irak zurück, wo diese zur Auffrischung unter US-amerikanische (und israelische) Fittiche kamen.
Da Obama für eine Neuausrüstung dieser Gruppen, in dem für den Sturz Assads erforderlichen, großen Maßstab einerseits um durch den Kongreß zu bewlligende Gelder nachzusuchen hätte – eine Maßnahme, die zweifellos in den wirtschaftlich und “sozial” gebeutelten USA selbst sehr unpopulär wäre – und man sich andererseits dem als lästig empfundenen, da zu autonomen Maliki ehedem entledigen will (Kerry äußerte sich diesbezüglich unlängst ausgesprochen gereizt und hasserfüllt), verfielen die Chaosplaner in Washington auf die Idee, die anti-schiitischen bzw. anti-Maliki-Ressentiments der Sunniten innerhalb der irakischen Armee auszunutzen und durch Bestechungen hoher (sunnitischer) Offiziere – oder, wo es nötig war,  auch kollektiv von kleinen Soldaten -  deren Truppen mitsamt des Gerätes (darunter auch große Mengen USA-Material, aber wohl kaum oder keine schweren Waffen aus USA-Beständen – die nun in großen Mengen vorhandenen, schweren Waffen sind wohl fast ausschließlich ex-sowjetischen Ursprungs) zum Überlaufen auf die Seite von “ISIL”/ISIS” zu bewegen.
Es finden sich daher aktuell auch zahlreiche, im Umgang mit komplexeren Waffen ausgebildete, irakische Soldaten auf Seiten von “ISIS”/”ISIL” – ob diese allerdings loyal bleiben, ist eine andere Frage – mit US-$ vielleicht.
Derart aufgefrischt, reorganisiert und mit schweren Waffen verstärkt kehrte “ISIS”/”ISIL” dann nach der Eroberung (flächenmäßig !) großer Teile des Nord- und West-Irak auf das syrische Konfliktfeld zurück (ein großartiger Erfolg der zig milliardenteuren – wenn das überhaupt noch etwas heißen soll in diesen Zeiten – USA-”Militärhilfe” für den Irak !)
“Probleme” gab es wohl mit den Kurden – diese hätten nach der Absprache mit Washington, zu dessen geostrategischer Agenda die Begründung eines Kurden Staates (mit Unterstützung der Tk auf ausschließlich irakisch-syrisch-iranischen Staatsgebiet unter dem kriminellen Barzani-Clan, die PKK-Fraktion des noch immer inhaftierten Öcalan steht Barzani feindlich gegenüber), von “ISIL”/”ISIS” nicht angegriffen werden dürfen.
“ISIL”/”ISIS” allerdings brach diese Absprache und versucht seinen Herrschaftsbereich auch nach Irakisch-Kurdistan auszudehnen – von woher die aktuellen USA-Luftangriffe (deren Wirkung offenbar jedenfalls von jordanischen Verwandten und Bekannten nicht sehr hoch eingeschätzt wird )- allgemein wird neben der C.I.A. auch Israel – MOSSAD – als eine der Hauptunterstützer von “ISIL”/”ISIS” gesehen, Stichwort “Yinon-Plan”).
Hier scheinen die Dinge bereits ähnlich außer Kontrolle zu geraten wie einst mit dem von den USA herangezüchteten Zombi  “Taliban” in Afghanistan, die schließlich militärisch durch die gesamte “NATO” nicht zu besiegen waren – meiner Ansicht nach ein Menetekel.
Für  €Uropa angesichts des aggressiv-fundamentalistischen Haltung und expansiven Ziele von “ISIS”/”ISIL” ein weiterer Faktor mindestens der Instabilität, wenn nicht realer Bedrohung.
Was allerdings gewiß gut in Washingtons Weltherrschafts- und Kriegs-Pläne paßt (es wurde von “ISIL”/ISIS” schon offen wenn auch großsprecherisch angekündigt, zunächst Istanbul und dann €uropa einzunehmen).
Insgesamt wird “ISIS”/”ISIL” in Jordanien wegen ihrer radikalen Dynamik gefürchtet, und wohl mittlerweile auch von den “ISIL”/”ISIS” Sponsoren der Gruppierung in SA und Qatar.
Mir schwant bereits eine Wiederholung der türkischen Expansion des 15. und 16.Jahrhunderts nach Zentraleuropa hinein durch die “ISIS”/”ISIL”,
Denn die einzige, schlagkräftige Armee, die diese Banden aufhalten kann, ist neben der von Assad (die durch den aufgesplitterten Anti-Terorkrieg – es ist gerade kein “Bürgerkrieg” mehr – arg strapaziert ist) die der Türkei – und die russische.
Wie sollte sich das enteierte €Uropa gegen diese Haufen verteidigen ?
Gut – sie haben (noch) keine Luftkriegsmittel.
Aber wenn (angedacht) nach Syrien die Türkei fiele – was dann ?
Grüße
Claudius

#####################

—– Original Message —–

From: Jürgen Kremser

To: Claudius V.d.Bach-Zelewski

Cc: Heiner

Sent: Friday, August 15, 2014 5:44 AM

Subject: Re: Warum kennt sich die ISIS so gut mit den Waffen aus?

 

15.08.2014

 

Lieber CvBZ,

 

der Maliki muß wohl fallen, weil die Alawiten nur eine Sekte der Schiiten sein sollen, und Maliki sicher heimlich mit dem Iran sympathisiert.  Die eventuelle Atombombe ist jedoch die Gefahr für Israel, der Grund für die Ermordung persischer Atom-Wissenschaftler und Grund für den syrischen Bürgerkrieg, weil die Alawiten sich mit den Schiiten des Iran verstehen.

 

Die Mohammedaner wurden durch die Gründung Israels unglaublich gedemütigt und haben seitdem ungeheuren Blutzoll gezahlt und Haß gegen den “Westen” gebildet.  Sie sind eine fürchterliche Periode der Abhärtung durchgangen, deswegen zu allem entschlossen und von geradezu unglaublicher Radikalität.  Dies beunruhigt mich, weil unsere christlichen Kirchen schwach sind und daniederliegen wie im 7. Jahrhundert, als der Islam angriff.  Wir haben keine starken inneren Überzeugungen, weil wir nur zu individuellem Materialismus erzogen worden sind.   300 zu allem entschlossene Fanatiker, zum Opfertod bereit, könnten so eine ganze Stadt wie Frankfurt erobern.  Ich kann mir das gut vorstellen, weil ich selbst etwas fanatisches an mir habe.  Die Mohammedaner sind im 7. Jahrhundert auch in Rieseneile bis nach Spanien und Konstantinopel gezogen.  Dass die Peshmerga mit ihnen nicht fertig werden, ist ein schlechtes Vorzeichen.  Europa hat leider zur Zeit keinen Sobieski.  Wegen dem Sobieski bin ich den Polen jetzt noch dankbar.  Die Türken grenzen direkt an das Kalifat, könnten also sofort den Spuk beseitigen, haben ihn sogar gefördert, verhalten sich jedoch tatenlos.  Da liegen also auch ungeklärte Hintergründe vor.  Die Luftangriffe der USA gegen das Kalifat sind albern, um die Weltöffentlichkeit hinters Licht zu führen.

 

Insgesamt handelt es sich um ungeklärte problematische Entwicklungen mit dem Kalifat, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.

 

Habe gerade noch die Himmelfahrt Mohammeds gefunden, die auch in Jerusalem begonnen haben soll:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelfahrt_Mohammeds

 

Wenn die Juden ihren 3. Tempel bauen, wird die derzeitige weltweite Entrüstung wegen Gaza wie ein Kinderspiel erscheinen.

 

Gruß,

 

Jürgen

#####################

Nationalzeitung vom 18.08.2014

https://www.national-zeitung.de/shop/page/1?sessid=YNULui3V3HUClsbUUQciwS5fT4ECMqutzcclMOh4BbjvOKyODehbtwGWvh739dB5

WER MACHTE ISIS GROSS?

 

Ausgerechnet vom Flugzeugträger „USS George H. W. Bush“ starteten jetzt die ersten Flugzeuge, um die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in Norden des Irak zu bombardieren. Offensichtlich hat Washington zur Erreichung eines strategischen Ziels einmal mehr auf zweifelhafte Verbündete gesetzt.

 

Standpunkt

 

Die Geister, die man rief

 

Im Zweistromland hatte der „Islamische Staat“ (IS) in den vergangenen Wochen eine Stadt nach der anderen erobert, steht gefährlich nahe der Hauptstadt Bagdad und bringt im Norden des Landes sogar die kurdischen Peschmerga-Verbände in Bedrängnis. Weil die Vereinigten Staaten nicht zulassen würden, dass der IS (vormals Islamischer Staat im Irak und Syrien, ISIS) „irgendein Kalifat“ in Syrien und dem Irak errichtet, kündigte der US-Präsident am 7. August „gezielte Angriffe“ gegen die Steinzeitislamisten an. Wenige Stunden nach Obamas Entscheidung flog die US-Luftwaffe die ersten Angriffe auf Stellungen des IS.

 

Offiziell begründet werden die Luftschläge mit humanitären Erwägungen. Es gelte, die religiösen Minderheiten der Christen und Jesiden vor der Verfolgung durch den IS zu schützen. Insbesondere an Jesiden, deren Glaube für die Islamisten „Teufelsanbetung“ ist, wurden Gräueltaten verübt. In Wirklichkeit aber geht es Washington um etwas anderes: Einerseits könnte der IS, wenn er nicht aufgehalten wird, weitere Erdölfelder im kurdischen Nordirak unter seine Kontrolle bringen, und andererseits werden die Islamisten zu einflussreich und bedrohen nun auch Saudi-Arabien, den wichtigsten arabischen US-Verbündeten und größten Erdölexporteur der Welt. Ende Juli hatte der IS die Eroberung Mekkas und die Zerstörung der Kaaba, des wichtigsten islamischen Heiligtums, angekündigt: „Wenn es der Wille Allahs ist, werden wir die, die Steine anbeten, töten und die Kaaba zerstören.“

 

Die Ereignisse im Irak verdeutlichen auch, dass es sich für Washington wieder einmal rächt, zur Erreichung eines großen strategischen Ziels auf zweifelhafte Verbündete gesetzt zu haben. Wurden in Afghanistan in den 1980er Jahren im Kampf gegen die Sowjetunion islamistische Gruppen unterstützt, aus denen später die Taliban hervorgehen sollten, so setzten US-Präsident George W. Bush und seine neokonservativen Einflüsterer bei der angestrebten Neuordnung des Nahen Ostens abermals auf „Partner“, die alles andere als Demokratie im Sinne hatten. So berichtete der Aufdeckungsjournalist und Pulitzer-Preisträger Seymour M. Hersh im März 2007 in der Zeitschrift „The New Yorker“ über verdeckte Geheimdienstoperationen gegen den Iran und das mit Teheran verbündete Syrien. Als „Nebenprodukt“ dieser Einsätze sei es zu einer „Stärkung“ von sunnitischen Extremistengruppen gekommen, die eine „militante Vision des Islam verfechten und Amerika feindlich gegenüberstehen und Al Kaida Sympathie entgegenbringen“, schrieb Hersh.

 

Wenig Beachtung im Westen fand eine Meldung der „Gulf Daily News“ vom 18. Juli. Die in Bahrain erscheinende Zeitung berichtete unter Berufung auf Dokumente des NSA-Enthüllers Edward Snowden, IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi habe vor ein paar Jahren mit britischen und amerikanischen Geheimdiensten sowie dem israelischen Mossad zusammengearbeitet. Ziel sei die Gründung von ISIS gewesen. „Snowden sagte, die Geheimdienste der drei Länder schufen eine terroristische Organisation, die in der Lage ist, alle Extremisten der Welt auf einem Platz zusammenzubringen, sie verwendeten eine Strategie, die ‚Hornissennest‘ genannt wurde“, hieß es weiter.

 

Dr. Tomaschitz

 


Die Kommentarfunktion ist geschlossen.