Nußernte 2014 usw.

14.09.2016

Durch einen Spätfrost in der Nacht vom 29. auf den 30. April 2016 wurden alle Walnüsse im Sossenheimer Unterfeld geschädigt und tragen nur vereinzelt, so dass sich die Ernte nicht lohnt.

Die einzige Ausnahme ist Franquette, die dieses Jahr mittelmäßig trägt.  Sie blüht sehr spät und die männlichen und weiblichen Blüten scheinen synchron zu blühen, so dass die Ernte selbst im Sossenheimer Unterfeld jedes Jahr ziemlich sicher ist.  Letztes Jahr hatte übrigens Franquette sehr viele und sehr kleine.

Die Ernte von 2015 ist drei Jahre lang haltbar, so dass ich noch für die nächsten zwei Jahre ausreichend Walnüsse habe.

20.11.2015

Die Walnußernte begann dieses Jahr am 15.09.2015 mit Klon 26, unmittelbar gefolgt von Klon 1247.  Überreiche Enrte gab es nur bei den 8 Bäumen in Sossenheim-Breitloch, bei allen anderen Walnüsse in Sossenheim wurde dasLaub durch Spätfröste im Frühjahr schwarz und trugen nur vereinzelt, so dass sich weder das Mähen nocht die Ernte lohnte.

08.10.2014

Die Walnußernte begann dieses Jahr am 29.08.2014 mit Klon 26, unmittelbar gefolgt von Klon 1247.  In früheren Jahren begann die Ernte am 12. September, zeitgleich mit der Eßkastanie Ecker 1 aus der Steiermark, die dieses Jahr allerdings erst am 19. September begann.

Die besten Walnußsorten sind meiner Meinung nach diese beiden Klone 26 und 1247, weil sie sehr schmackhaft sind und von den Schädlingen (Marssonina und Walnußfliege) weniger betroffen sind.  Die Sorten Klon 139, 120 und Weinsberg 1 kommen viel später, sind auch häufig stark von der Marssonina und Walnußfliege tangiert, so dass besonders 120 und Weinsberg 1 zum großen Teil schwarz geerntet werden müssen.  Außerdem sind sie geschmacklich trockener, Weinsberg 1 häufig nicht vollkommen ausgebildet und haben auch wegen dünnerer Schale innerlich zwar eßbare Kerne, jedoch mit dunklerer Haut.

Die allerbeste Sorte ist wohl Esterhazy II, weil groß und geschmacklich sehr gut mit viel Fett wie Klon 26.  Aber leider auch sehr stark betroffen von Marssonina und Walnußfliege.  Esterhazy ist der größte meiner Bäume, trug auch unglaubliche Mengen mit sehr großen Früchten, von denen ich sehr viel geerntet habe.  Allerdings habe ich tatsächlich den Baum von unten herum mit Pilzmitteln gespritzt, so dass die Penetrierung durch Marssonina von unten nach oben etwas langsamer voranschritt, so dass tatsächlich auch viele nicht-betroffene saubere Nüsse fielen.  Esterhazy muß also gepflegt werden durch Einsammeln der Blätter und mit Spritzmittel.

Namentlich Klon 26 hat eine so starke Schale, so dass auch die relativ wenigen ganz schwarzen Nüsse innerlich noch eine gelbe oder leicht bräunliche Haut haben.  Ähnliches gilt auch für 1247.  Die Frucht von Klon 26 hängt sehr eng an der Schale, so dass man die Frucht von Spitze zu Boden mit einem kegelförmigen Knacker öffnen sollte.  Wenn man Klon 26 von der Seite knackt, ist es schwieriger die Nuß aus der Schale zu befreien, so dass man i. a. mehrere Einzelteile erhält.  Klon 1247 hat in dieser Hinsicht den Vorteil, dass die Nuß nicht so eng an der Schale anliegt, also weniger beim Knacken beschädigt wird.

Bleibt noch zu sagen, dass sowohl Klon 26 als auch 1247 bei mir als erste austreiben, obwohl in der Literatur Klon 26 als spätaustreibend gilt.  Trotzdem ernte ich in Sossenheim, ca. 95 m über Normalnull, recht ordentlich von diesen beiden Sorten.

Ich esse zum Frühstück derzeit nur Haferflocken und Walnüsse sowie Äpfel und Birnen, wovon man sich gut ernähren kann.

Walnüsse müssen gut getrocknet werden und halten sich dann ohne Qualitätsverlust nach meiner Erfahrung ca. drei Jahre.

Anbei drei Pekannüsse aus meinem Garten.  Sie sind eingezäunt, weil sie sonst im Herbst von den Kaninchen abgefressen werden.

 

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