Anschlag gegen das Verwaltungsgericht

18.11.2014

Als ich heute das Frankfurter Verwaltungsgericht besuchte, fand ich dieses äußerlich schwer verunstaltet vor.  Die ohnmächtige Wut gegen dessen “Recht”-sprechung scheint sich äußerlich ziemlich destruktiv zu artikulieren.  Es gibt eben viele Menschen, die sich nicht wie ich mit Schreiben abreagieren bzw. sublimieren, sondern ihre Empörung nur destruktiv  ausdrücken können.  Unklar ist, welche sonstigen Besucher “klammheimliche Freude” (Joschka Fischer) empfanden, die sich mit mir der Leibesvisitation unterziehen mußten.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pruegelknabe-fischer-tschuldigung-a-110657.html

“CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer forderte gleich die Grünen als Ganzes auf, ihr Verhältnis zur Gewalt zu klären. Er warf Fischer vor, mit “Jugendsünden zu kokettieren” und “klammheimliche Freude” an gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Castor-Transporten zu haben.”

Der an der Pforte schon seit Jahren sitzende Herr Schmitt schien ziemlich deprimiert und berichtete, der Anschlag hätte am vergangen Donnerstag, dem 13.11.2014, stattgefunden, und dass die Bildzeitung nur einen kleinen Hinweis darauf gegeben hätte.  (Vermutlich um der Bevölkerung nicht die wahre “Akzeptanz” der deutschen Rechtsprechung zu vermitteln:  Vor deutschem Gericht und auf See ist man bekanntlich in Gottes Hand!)  Dieser Prozedur müssen sich jetzt auch die  honorigen Rechtsanwälte in ihren dicken Aktentaschen unterziehen.

Auch beim Betreten des Verwaltungsgerichts muß man sich jetzt, wie im Amtsgericht, auch Außenstelle Höchst, sowie Landgericht einer strengen Leibesvisitation zuzüglich Scanner unterziehen, weil befürchtet wird, dass ansonsten ein Richter oder eine Richterin von ihren Klienten mal beiläufig erschlagen wird.

Ich bin nicht wirklich verwundert oder entrüstet, dass das Verwaltungsgericht, das alle Maßnahmen gegen Diebe und Vandalen im Außenbereich durch hohe Geldstrafen verhindert, mal selbst Opfer von Vandalismus wird.

Die hübscheste Mitarbeiterin bei der Leibesvisitation hat nach meinem unmaßgeblichen Geschmack das Verwaltungsgericht, und zwar eine kleine schwarze mit dezent geschminkten Lippen.

Anbei einige Schnappschüsse:

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