Pekannuß

23.09.2013

Einige unzusammenhängende Infos zur Pekannuß:

Brockhaus, Konversationslexikon, 1894:  “Carya Nutt., Pflanzengattung aus der Familie der Juglandaceen, mit gegen 10 Arten, sämtlich in Nordamerika, zum Teil auch dort angebaut.  Es sind große, stattliche, reich belaubte, großblättrige Bäume mit einhäusigen Blüten, …”

“Das Innere der Frucht ist eßbar und sehr wohlschmeckend.”

“Einige Arten, wie Carya alba, C. amara Michx., C. tomentosa Nutt., findet man in Deutschland häufig als Zierbäume. Das Holz der Carya-Arten, besonders das von Carya alba, findet wegen seiner Härte Verwendung in der Möbeltischlerei als Hickoryholz.”

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Früchte der Erde, Gunther Franke, Leipzig, 1976, S. 179

“Pekannuß.  Aus derselben Familie wie der Walnußbaum stammen die nordamerikanischen Hickorybäume (Gattung Carya), von denen vor allem der Pekannußbaum (Carya illinoinensis) zu erwähnen ist. Er wird in seiner Heimat Nordamerika, aber auch in Mexiko, China, Indien and anderswo kultiviert, überall dort, wo auch Baumwolle wächst.  Die Nüsse der bis 50 m hohen Bäume liegen in der Größe ungefähr zwischen Haselnuß und Walnuß, wobei Unterschiede zwischen den etwa 100 Sorten und Rassen bestehen.”

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Aus:  http://de.wikipedia.org/wiki/Pekannuss

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ACarya_illinoinensis.jpg

Der Pekannussbaum (Carya illinoinensis)[1], eine andere Schreibweise ist Pecannussbaum[2], ist eine Pflanzenart der Hickory (Carya) innerhalb der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Sie ist in Nordamerika beheimatet und liefert die Pekannüsse.

Erscheinungsbild, Rinde, Knospe und Blatt

Der Pekannussbaum wächst als Baum und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 44 Meter. Er entwickelt eine sehr große ausladende Baumkrone. Die Borke ist tief gefurcht und hellgrau bis bräunlich. Die lohfarbene bis rötlich-braune Rinde der Zweige ist rau behaart, deutlich beschuppt und verkahlt oft später. Die gelblich-braunen, rau behaart sowie beschuppten Endknospen sind bei einer Länge von 6 bis 12 mm länglich; ihre Knospenschuppen überdecken sich nicht dachziegelartig. Die Seitenknospen sind haubenförmig schützend umhüllt.[3]

Die 40 bis 70 cm langen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 4 bis 8 cm lange Blattstiel ist kahl bis behaart. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Die Stiele der seitlichen Fiederblätter sind 0 bis 7 mm und die der Endfieder 5 bis 25 mm lang. Die Fiederblätter sind bei einer Länge von meist 9 bis 13 (7 bis 17) cm und einer Breite von 1 bis 7 cm eiförmig-lanzettlich und oft sichelförmig gebogen mit zugespitztem oberen Ende. Der Blattrand ist fein bis grob gesägt. [3]

Blütenstand und Bestäubung

Die Blütezeit liegt in Nordamerika im Frühling. Carya illinoinenis ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es befinden sich also weibliche und männliche Kätzchen auf demselben Exemplar. Die männlichen Kätzchen sind im Grunde genommen sitzend und bis zu 18 cm lang.[3] Die Bestäubung bei Carya illinoinensis erfolgt durch den Wind (Anemophilie).

Frucht

Die bei Reife dunkelbraune Frucht ist bei einer Länge von 2,5 bis 6 cm und einem Durchmesser von 1,5 bis 3 cm eiförmig-ellipsoid und nicht abgeflacht. Die Frucht öffent sich mehr oder weniger stark in Richtung Basis; die Nähte sind geflügelt. Die Nuss ist lohfarben bis braun mit schwarzen Flecken, eiförmig-ellipsoid, nicht abgeflacht, nicht kantig und glatt. Ihre Schale ist dünn.[3]

Chromosomensatz

Die Chromosomenzahl beträgt 2 n = 32.[3]

Nutzung

Die Oberfläche des Kerns ist glatt und hellbraun. Die Nuss lässt sich ohne Nussknacker öffnen, da die Schale sehr dünn ist, und schmeckt leicht süßlich.

Hauptverbreitungsgebiet von Carya illinoinensis[4]

Vorkommen und Anbaugebiete

Das natürliche Verbreitungsgebiet ist das südliche und zentrale Nordamerika. In den Vereinigten Staaten umfasst das Verbreitungsgebiet in etwa das Einzugsgebiet des Mississippi. Im Norden werden dabei die Bundesstaaten Ohio und Iowa tangiert, im Osten Virginia, Georgia und Florida, im Westen New Mexico. In Mexiko umfasst das Vorkommen die mexikanischen Bundesstaaten Coahuila bis nach Jalisco und Veracruz im Süden.[3][5]

Außerhalb Nordamerikas werden heute Pekannussbäume auf Hawaii, in Australien, Brasilien, China, Israel, Peru und Südafrika kultiviert.

Systematik

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1787 unter dem Namen (Basionym) Juglans illinoinensis durch Friedrich Adam Julius von Wangenheim in Beytrag zur Teuteschen Holzgrechten Forstwissenschaft, S. 54–55, Figur 43. Die Neukombination zu Carya illinoinensis wurde 1869 durch Karl Heinrich Koch in Dendrologie, Band 1, S. 593 veröffentlicht.[6] Weitere Synonyme für Carya illinoinensis (Wangenh.) K.Koch sind: Carya illinoensis (Wangenh.) K. Koch orth. var., Carya oliviformis (Michx.) Nutt., Carya pecan (Marshall) Engl. & Graebn., Hicorius pecan (Marshall) Britton, Juglans oliviformis Michx., Juglans pecan Marshall.[5]

Carya illinoinensis gehört innerhalb der Gattung zur Sektion Apocarya.[5]

Sorten

Die meisten Sorten der Pekannuss sind wegen Dichogamie selbst unfruchtbar, so dass für eine erfolgreiche Bestäubung und Fruchtbildung zwei oder mehr Pflanzenexemplare notwendig sind. Da Carya illinoinensis Windblütler sind, können starke Regenfälle während der Anthese die Bestäubung verhindern.

Aufgrund seiner geschätzten Nüsse ist Carya illinoinensis Gegenstand züchterischer Bemühungen geworden, so dass es mittlerweile sehr viele Sorten gibt, die in der Regel durch Veredelung vermehrt werden. Diese unterscheiden sich von der Wildform durch einen früheren Beginn der Blüte und durch höhere Erträge bei größeren Nüssen.

Zudem wurden seit Mitte der 1970er Jahre aus Bäumen der nördlicheren Verbreitungsgebiete von Carya illinoiensis im Norden der USA und im Süden Kanadas Sorten ausgelesen, die auch in kürzeren Wachstumsperioden Nüsse tragen – meist bleiben diese jedoch kleiner. Diese Sorten werden als „Northern Pecan“, zum Teil auch als „Far Northern Pecan“ bezeichnet.

Sonstiges

Die Pekannuss ist der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates Texas. Seit 1996 wird in den USA jeweils am 16. April der „Tag der Pekannuss“ (National Pecan Day) begangen.[7]

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09.09.2013

Gestern hat mir ein Leser folgendes geschrieben:

—– Original Message —–

From:
Sent: Sunday, September 08, 2013 7:00 PM
Subject: Nüsse bzw. Pekannüsse
Guten Abend, Herr Jürgen Kremser

Wie gerade in Ihren Blog gelesen beschäftigen Sie sich auch mit Nüssen

und haben außerdem einen Pekanbaum.

Seit einigen Jahren Bin ich mit der Kultur von Pekanbäumen beschäftigt,

auch haben ich letztes Jahr ein paar Walnußsämlinge veredelt.

Hier ein Foto von einem Pekanbaum mit Früchten.

Über eine Rückmeldung zu einen weiteren Erfahrungsaustausch
würde ich mich freuen

Mit besten Grüßen

Peter

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Darauf habe ich geantwortet:

 08.09.2013

 Lieber Herr xyz,

vielen Dank, dass Sie sich gemeldet haben! Ich hatte im Jahr 2011 eine Pekan-Nuß vom Rewe ausgesät, die sich tatsächlich entwickelt hat. Ende 2012 habe ich sie dann ausgepflanzt und mit einem Topf bedeckt. Sie ist dann tatsächlich trotz des teilweise kalten Winters im Frühjahr 2013 ausgetrieben und wurde dann offensichtllich von einem Kaninchen abgefressen. Inzwischen hat sie sich aber wieder erholt und sieht ganz gut aus.  Ein Bild schicke ich Ihnen zu.  Die Frage ist, ob es bei uns möglich ist einen Hickorybaum großzuziehen. Stammt Ihr Pekan-Bild aus Deutschland und falls ja: wo?

 Ich habe 8 veredelte Eßkastanien und 30 veredelte Walnüsse auf Juglans regia und nigra. Leider bin ich in den kommenden Wochen sehr unter Druck, weil diese langsam in Ertrag kommen, so dass ich sie einzäunen muß, was mir leider permanent Ärger mit den Beamten der Stadt bringt.

Dazu meine ausgesäten Mandeln:

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09.09.2013

Hallo und guten Tag, Herr Kremser,

besten Dank für Ihre Rückantwort.

In den Schreiben werden ein Reihe von Themen wie

Esskastanien, Walnußfliege, Hickory, Walnußveredelung oder Pekan angesprochen.

Eigentlich könnte ich zu alldem etwas schreiben, doch für`s erste

will ich nur zu der Esskastanie und der Pekannuß was anmerken.

Von der Esskastanie habe ich kleine Veredelungen den Sorten ” Qing” und “Eaton”

aus den USA.

Außerdem paar Sämlinge der amerikanischen Esskastanie Castanea dentata und

Castanea mollissima.

Bis jetzt habe ich mich weniger mit Maronen beschäftigt, da ich mein Grundstück

nicht für diese Kultur geeignet halte.

Hier ein Artikel.

Hauptsächlich interessiert mich die Kultur der Pekannuß.

Die Aufnahmen der fruchtenden Pekan habe ich in Österreich gemacht.

Dort wurde 1968 ein Versuch mit Pekan begonnen.

Hier ein Bericht aus 2006 von diesen Bäumen.

Auch im Bot. Garten von Darmstadt gibt es einen Baum mit Nüssen.

Leider sind die Früchte von diesen Baum sehr klein.

Meistens haben die Pekanbäume bei uns aber keine Früchte, denn ein

Partner für eine erfolgreiche Bestäubung fehlt in der Regel.

Noch ein paar Fotos von einen großen Baum in Kleve und aus Frankfurt.

Die Pekanbäume aus den Samen von Lebensmittelhandel werden bei uns

schwerlich reife Nüsse tragen, denn die meisten Pekanbäume

werden in Regionen mit wärmeren Wetter und längeren Sommer angebaut.

Es ist daher sinnvoll in Deutschland und Mitteleuropa nur Hickories oder Sorten von nördliche Pekans zu pflanzen.

Dazu ein paar Berichte.

Leider sind meine Bäumchen noch nicht soweit, dass sie blühen.

Kenne Sie Herznüsse?

Mit den besten Grüßen xyz

Bericht Kastanie COLOSSAL

Die Pekannuss

Nördliche Pekans Gauke

Pecan Production in the Northern United States

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29.11.2013

 

Lieber Herr Kremser,

hier ein paar Videos zum Thema Pekanveredelung

http://www.youtube.com/watch?v=xm_Vd9So7l8
http://www.youtube.com/watch?v=4QewQh0PXSs

http://www.youtube.com/watch?v=DHFT-vu2ulM

http://www.youtube.com/watch?v=WBX72qtTpxU

Mit besten Grüßen

P.

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—– Original Message —–

From: xyz

To: Jürgen Kremser

Sent: Sunday, December 15, 2013 8:43 AM

Subject: Re: Nüsse bzw. Pekannüsse

Hallo Herr Kremser,

wieder zurück aus Teneriffa.?

Diese Woche habe ich ein Päckchen mit Pekannüßen aus Kanada erhalten.

Bei den letzten Lieferungen waren die Früchte relativ klein.

Bei dieser Sendung sind schöne große Nüße dabei.

Mit besten Grüßen

P.

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