Obst-Erfahrungen

 

11.07.2015

In diesem Jahr wurden am 11.  Juli folgende Früchte reif:  Aprikosen Ungarische Beste, Pfirsiche Rekord von Alfter.

Die Walnüsse am Sulzbachtal wurden überwiegend durch Spätfröste geschädigt, am Breitloch tragen sie aber wieder – wie im letzten Jahr – sehr reichlich.

Die Sorte Weinsberg 1 hat sogar an einer Spitze 7 große Nüsse:

und der Klon 139 immerhin 4:

Weinsberg 1 und Klon 139 sind allerdings nicht meine Lieblingsnüsse, das sie etwas trocken sind.  Ich mag lieber Klon 26, Esterhazy II und Klon 1247.

Im Juni habe ich noch einmal eine Pekan-Nuß gepflanzt im Draht, da die vorherige leider von den Wühlmäusen getötet worden war:

 

 

 

28.04.2014

Die Apfelernte ist leider fast zu Ende, auch der wohlschmeckende Schweizer Winterglockenapfel ist jetzt überreif bzw. wird faul.  Der Vorteil des warmen Winters war, dass mein Frostwächter keinen Strom vebrauchte.  Allerdings haben sich die Äpfel durch die Wärme nicht so lange gehalten!

17.04.2014

In der Nacht vom 16. auf den 17. April haben dieses Jahr die Walnüsse und Eßkastanien im Sossenheimer Unterfeld Kälteschäden abbekommen.  Einer der frisch gepflanzten Walnußbäumchen hat nur noch schwarze Blätter.  Mal sehen, ob es sich noch erholt.

16.10.2013

Heute muß ich einmal mitteilen wie wertvoll bei den Äpfeln der Schweizer Winterglockenapfel sowie die Kanada-Renette (Pariser Rambour) sind.

Der Schweizer Winterglockenapfel hat bei mir keine Alternanz, diploid, trägt regelmäßig sehr viele und große Äpfel.  Er hat sehr wenig Obstmaden, im Gegensatz zu Kaiser Wilhelm  und hält sich sehr lange.  Auch von Vögeln wird er im Reifezustand nicht angepickt wie etwa Elstar oder Kaiser Wilhelm.  Er hat sehr wenig Monilia-Früchte.  Ab März kann man dann sein sehr feines weißes Fleisch genießen, das sehr angenehm leicht ist und zwar bis Ende Mai oder noch länger.  Heute habe ich ihn geerntet.  Er löste sich nicht so schnell vom Ast, eine weitere Dauer am Baum hätte den Äpfeln aber keine weitere Entwicklung gebracht.  Der Baum steht bei mir im Sandboden und ist vielleicht deswegen ziemlich klein geblieben, umso erstaunlicher dass er im armen Land so viel Obst trägt und trotz starkem Befall von Frostspanner und Apfelgespinstmotte bzw. Ringelspinner im Frühjahr.

Fazit:  Der Schweizer Winterglockenapfel ist eine in jeder Hinsicht wertvolle Sorte für den Selbstverorger, lange haltbar, wohlschmeckend, und nur gering von Schädlingen befallen, die unbedingt mehr angebaut werden sollte.

Die Kanada-Renette hat bei mir auch keine Alternanz und trägt jedes Jahr sehr viele große braune globige Früchte, nicht unbedingt rund,  mit angenehm erfrischend säuerlichem Geschmack, und zwar etwas weniger streng als Boskoop,  im Reifezustand also angenehm mürb und mild säuerlich.  Der Apfel wird nicht von Vögeln angepickt und hat kaum Monilia-Befall.  Leider wird er auch stark von Obstmaden befallen, etwa Intensität wie Boskoop, und da ich dieses Jahr nicht gespritzt habe, ist dadurch etwa die Hälfte der Früchte nicht zum Lagern geeignet.  Die Menge guten Äpfel ist aber trotzdem noch enorm.  Und sie schmecken ab November sehr angenehm fein säuerlich mürb.  Die Schale ist dabei so fein, dass man sie ohne weiteres mitessen kann, ohne sie spürbar zu merken.  Andere Äpfel sind zwar häufig süßer, haben aber eine harte Schale, so dass man die Äpfel entweder schälen muß oder sie nach dem Verzehr manchmal ausspucken muß.

Diese beiden Obstbäume waren dieses Jahr wieder die besten.  Boskoop hatte eine Alternanzpause, trug nur an einem Ast viel,  und die beiden Berlepsch trugen dieses Jahr zum zweiten Mal fast gar nichts, was erneut an den Blühbedingungen gelegen haben dürfte.

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